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Mozilla macht Ernst: Silent Updates ab Firefox 10 – optional und mit Warnfunktion

In diesem Monat feierte Mozilla siebenjähriges Bestehen. Mit dem Webbrowser Firefox schrieben sie Internetgeschichte – und kommendes Jahr soll alles irgendwie anders werden. Die Communtitybase schwank zwischen gespannt, entsetzt und frustriert.

Mozilla plant ab kommenden Jahr Firefox mit silent Updates immer auf dem laufenden Stand zu halten. Die Idee der stillen Aktualisierung, wie sie unter anderem der große Webbrowser-Konkurrent Google Chrome nutzt, ist nicht neu und kam schon mit der Version 4 (Mitte 2010) von Firefox auf. Hauptgrund ist natürlich der Gedanke, dass der User sich nicht mit etwaigen Sicherheitsupdates herumschlagen muss. Mozilla will dabei auch die Verbreitung alter Versionen mit zahlreichen Sicherheitslöchern eindämmen, die auf so manchem PC schlummern.

 

Silent Updates

Aber man hat diesen Schritt lange herausgezögert – nicht ohne Grund. Doch 2012, mit dem Release von Firefox 10, soll damit Schluss sein. Die automatischen Updates sollen in Zukunft beim Beenden des Programms installiert werden, und es soll möglich sein, auch bei Firefox Beta und Aurora die automatischen Updates zu nutzen. Alles optional in einem Wartungssetup einzustellen. Mozilla lässt dabei die Wahl, ob man die silent Updates nutzen möchte oder nicht, ein Zwang wird es also nicht. Man kann die Auto-Updates auch an- und ausschalten, wie es einem gerade beliebt. Da kommt schon die Frage auf, ob diese “Waffe” gegen Altversionen und Einlasslöchern nicht schon stumpf auf die Welt kommt. Ein Hai ohne Zähne…

Übrigens: Ob es das silent Update in das erste Release von Firefox 10 schafft, ist noch nicht klar. Ist ja auch nicht mehr so lange hin.

Wenn man wählen kann, ob Firefox ein automatisches Update durchführen darf oder nicht, werden sich wahrscheinlich nur optimistische und geübte Webnutzer (die, die auch selbst regelmäßig updatet würden?!) dafür entscheiden. Wird sich die Masse dafür entscheiden? Und wenn ja, warum? Ich möchte ja zumindest nicht gern einem zusätzlichen Updater überlassen, ob ich am kommenden Tag noch wie gewohnt mit meinem Browser mit den liebgewonnenen Addons und Plugins arbeiten kann. Firefox soll zwar warnen, falls eingesetzte Plugins nicht kompatibel sind, aber das funktioniert z.B. bei Postbox auch nicht. Nicht nur Firefox soll diese Funktion erhalten, sondern auch die Mozilla-Suite SeaMonkey und das Mailprogramm Thunderbird.

Wohin wird das führen, wenn Mozilla seine Pluginentwickler quasi dauerhafte Arbeit für die ständige Kompatibilität aufbrummt? Werden dann die vielen kleinen verschwinden, wird es zu einer Professionalisierung führen?

Meine Angst – und da bin ich nicht allein – geht auch dahin, das damit das Ende der kostenlosen Entwicklungen eingeläutet wird.

 

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